19 June 2026, 00:25

Kultur vs. Kosten: Warum eine Chefredakteurin gegen Dortmunder Opernhaus wettert

Sehr geehrter Moritz Doebler,

Kultur vs. Kosten: Warum eine Chefredakteurin gegen Dortmunder Opernhaus wettert

Die Chefredakteurin der Rheinischen Post hat sich gegen die Pläne zum Bau eines Opernhauses in Dortmund ausgesprochen. Ihr Hauptargument sind die hohen Kosten – als abschreckendes Beispiel führt sie die teure Sanierung der Oper Köln an und plädiert dafür, das Projekt aufzugeben. Bekannt ist sie dafür, finanzielle Aspekte stets über den kulturellen Wert zu stellen.

Der Autor erinnert an die Zeit der Chefredakteurin in Bremen, wo sie den Weser-Kurier leitete und kaum Interesse an Kultur zeigte. Unter ihrer Führung seien Menschen und Institutionen wie entbehrlich behandelt worden, warnt der Autor – ein Szenario, das sich in Dortmund wiederholen könnte.

Kunst misst sie in monetären Kategorien, nicht an ihrer emotionalen oder gesellschaftlichen Wirkung. Statt kulturellen Einrichtungen gilt ihre Vorliebe eher trendigen Restaurants. Ihre Haltung deutet darauf hin, dass Opernhäuser gänzlich verschwinden könnten, wenn sich andere Städte dieser Logik anschließen.

Der Autor hingegen betont, dass eine Chefredakteurin die Oper und die von ihr angestoßenen Debatten stärken statt schwächen sollte. Kultur schaffe Räume jenseits von Geld und verbinde Gemeinschaften. Die Düsseldorfer Oper etwa beschäftige 570 Menschen und fördere durch Musikschulen und Bibliotheken die Bildung lokaler Kinder.

Die Diskussion spiegelt den Konflikt zwischen finanzieller Nüchternheit und kulturellem Wert wider. Der Autor besteht darauf, dass Opernhäuser mehr sind als wirtschaftliche Faktoren. Ihre Rolle in Bildung, Beschäftigung und Gemeinschaftsbildung bleibt ein zentraler Punkt der Debatte.

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