30 June 2026, 02:21

Landkreistag kritisiert Bundesregierung: Hitzeschutz braucht mehr als nur Geldtöpfe

Landkreistag lehnt Schneiders Aussagen zur Hitzeschutzmaßnahmen ab

Landkreistag kritisiert Bundesregierung: Hitzeschutz braucht mehr als nur Geldtöpfe

Der Deutsche Landkreistag hat die Haltung der Bundesregierung zur Finanzierung von Hitzeschutzmaßnahmen infrage gestellt. Sein Präsident, Achim Brötel, wies die Behauptung zurück, ein Sonderfonds biete ausreichend Unterstützung für lokale Vorhaben. Vielmehr betonte er, dass das Problem weit mehr erfordere als nur vorübergehende finanzielle Hilfen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte kürzlich erklärt, der Sonderfonds der Regierung decke die Bedürfnisse der Kommunen im Hitzeschutz ausreichend ab. Brötel entgegnete, dieser Fonds sei lediglich ein erster Schritt und löse das Kernproblem nicht.

Laut Brötel erfordert wirksamer Hitzeschutz kontinuierliches Engagement und verlässliche Ressourcen seitens der lokalen Behörden. Er verwies darauf, dass dauerhafte Personalstellen und planungssichere Rahmenbedingungen entscheidend für langfristige Erfolge seien. Ohne diese drohten selbst gut gemeinte Maßnahmen zu scheitern.

Die Kommunen sind bereits aktiv: Sie entwickeln Hitzeaktionspläne, beraten öffentliche Einrichtungen und koordinieren Gesundheits- und Katastrophenschutzmaßnahmen. Zudem werden konkrete Anpassungsstrategien umgesetzt, um steigende Temperaturen zu bewältigen.

Brötels Aussagen unterstreichen die Kluft zwischen Bundesförderung und kommunalem Bedarf. Der Landkreistag besteht darauf, dass nachhaltige Investitionen unverzichtbar sind, um den Hitzeschutz wirksam zu gestalten. Ohne sie könnten Gemeinden Schwierigkeiten haben, dauerhafte Lösungen umzusetzen.

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