Lufthansa kürzt Flugrouten in München – Kosten und Konkurrenz zwingen zum Handeln
Hermann KreuselLufthansa kürzt Flugrouten in München – Kosten und Konkurrenz zwingen zum Handeln
Lufthansa passt Flugnetz am Münchner Flughafen an – steigende Kosten und härterer Wettbewerb
Die Lufthansa baut ihr Streckennetz am Flughafen München angesichts steigender Kosten und wachsender Konkurrenz um. Die Airline, eine der größten der Welt, hat bereits die kürzeste Inlandsverbindung zwischen Nürnberg und München eingestellt. In den kommenden Monaten sind weitere Kürzungen bei nationalen und internationalen Flügen geplant.
Der Flughafen München ist nach Frankfurt der zweitwichtigste Drehkreuz der Lufthansa. Doch der Konzern steht unter Druck durch höhere Gebühren an deutschen Flughäfen und die Konkurrenz durch andere Airlines. Zudem wird das erweiterte Terminal 1 künftig auch mit Langstreckenanbietern außerhalb der Star Alliance in Wettbewerb treten.
Für Reisende, die im Winter der Sonne entgegenfliegen möchten, bleibt die Auswahl groß: Die längsten Strecken der Airline – nach Singapur, Mexiko-Stadt und São Paulo – werden weiterhin bedient. Mit fast 15 Stunden Flugzeit ist die Verbindung nach Mexiko-Stadt dabei die längste. Auch die Flüge nach Tokio/Haneda und Osaka zählen zu den zeitintensivsten Routen ab München.
Die Anpassungen spiegeln die größeren Herausforderungen wider, vor denen die Lufthansa steht – von Kostendruck bis hin zu veränderten Marktbedingungen. Zwar wurden einige Strecken gestrichen, doch die Airline hält weiterhin Ultra-Langstreckenverbindungen ab München aufrecht. Weitere Änderungen im Streckennetz sind zu erwarten, da der Wettbewerb weiter zunimmt.