05 June 2026, 19:48

Masern und Keuchhusten: Warum die USA mit Impflücken kämpfen

Steigende Masernfälle: Eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit

Masern und Keuchhusten: Warum die USA mit Impflücken kämpfen

Masern und Keuchhusten breiten sich in den USA rasant aus. Gesundheitsbehörden melden einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen, der auf sinkende Impfquoten bei Kindern zurückzuführen ist. Die Entwicklung weckt Befürchtungen, dass weitere vermeidbare Krankheiten zurückkehren könnten.

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Allein in diesem Jahr haben sich in den USA über 700 Menschen mit Masern infiziert, zwei von ihnen starben. Die Zahl liegt mehr als doppelt so hoch wie die 285 registrierten Fälle im Jahr 2023. In mehreren Bundesstaaten kam es zu Ausbrüchen, da immer weniger Eltern ihre Kinder impfen lassen.

Auch Keuchhusten nimmt stark zu: Bisher wurden mindestens 7.599 Fälle gemeldet. Besonders für Säuglinge endete die Krankheit in Louisiana, South Dakota und Washington tödlich. Rund ein Drittel der unter sechs Monate alten Babys, die sich 2024 mit Keuchhusten ansteckten, musste im Krankenhaus behandelt werden.

Der DTaP-Impfstoff, der vor Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten schützt, wird in fünf Dosen während der Kindheit verabreicht. Eine Auffrischung wird im Alter von 11 oder 12 Jahren empfohlen, gefolgt von weiteren alle zehn Jahre. Doch seit der Pandemie sind die Impfquoten gesunken – einige Eltern lehnen mittlerweile Standardimpfungen ab.

Experten warnen, dass die geringere Impfbereitschaft Krankheiten wie Windpocken, Diphtherie oder sogar Kinderlähmung zurückbringen könnte. Das Misstrauen gegenüber Impfungen hat zugenommen, besonders unter republikanischen Wählern, was die Eindämmung von Ausbrüchen erschwert.

Die USA kämpfen derzeit mit steigenden Fallzahlen bei Masern und Keuchhusten – beides in Verbindung mit nachlassenden Impfungen bei Kindern. Ohne höhere Durchimpfungsraten fürchten Gesundheitsbehörden die Rückkehr weiterer vermeidbarer Erkrankungen. Die Behörden appellieren weiterhin an Eltern, die empfohlenen Impfpläne einzuhalten, um gefährdete Gruppen zu schützen.

Quelle