Mecklenburg-Vorpommern drohen Millionenverluste durch EU-Agrarreformen bis 2028
Mariechen Grein GrothBackhaus: Ländliche Gebiete dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommern drohen Millionenverluste durch EU-Agrarreformen bis 2028
Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern drohen jährliche Verluste von über 160 Millionen Euro, falls die EU-Agrarsubventionen gekürzt werden. Die geplanten Kürzungen, die Teil der umfassenderen Reformen der EU-Kommission sind, haben in mehreren Bundesländern Besorgnis ausgelöst, darunter Bayern und Niedersachsen. Agrarminister Till Backhaus warnte, dass solche Einschnitte mehr als 1.000 Betriebe in der Region allein schwer treffen könnten.
Die vorgesehenen Kürzungen ergeben sich aus neuen EU-Vorschlägen, die Subventionen für größere Betriebe deckeln und schrittweise reduzieren sollen. Diese Änderungen, die ab 2028 in Kraft treten sollen, würden die Mittel für die ländliche Entwicklung in ganz Europa um Hundertmillionen schrumpfen lassen. Backhaus betonte, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für ländliche Regionen unverzichtbar bleibe und in künftigen Verhandlungen nicht vernachlässigt werden dürfe.
Auf der Agrarministerkonferenz (AMK) in Bad Reichenhall stehen zudem Düngeregeln im Mittelpunkt. Aktuelle Gerichtsurteile haben bei Landwirten Unsicherheit über Nitratvorschriften und den Einsatz von Düngemitteln ausgelöst. Backhaus wird gemeinsam mit Vertretern Brandenburgs auf klarere, rechtssichere Leitlinien drängen, um die Verwirrung zu beenden.
Bundesweit wird nun diskutiert, wie die Agrarförderung gesichert werden kann. Im Gespräch sind unter anderem verbindliche Mindestbudgets für Umweltprogramme und Sondermaßnahmen zur Klimaanpassung. Ziel ist es, die Argumente für eine fortlaufende finanzielle Unterstützung zu stärken und gleichzeitig die neuen EU-Anforderungen zu erfüllen.
Die geplanten EU-Kürzungen würden Mecklenburg-Vorpommern besonders hart treffen, wo über 1.000 Betriebe Gefahr laufen, dringend benötigte Mittel zu verlieren. Backhaus und andere Minister arbeiten nun an alternativen Lösungen, bevor die Reformen 2028 greifen. Klare Regelungen zu Düngemitteln und stabile Finanzhilfen bleiben für den Sektor oberste Prioritäten.






