05 April 2026, 00:54

Merz reist nach China: Wirtschaftliche Partnerschaft trotz globaler Spannungen

Eine Weltkarte-Poster mit chinesischen Schriftzeichen, gefüllt mit Bildern und Texten, die Länder und ihre Grenzen darstellen.

Chinas Außenminister zu Merz: Beziehungen zwischen Peking und Berlin auf 'neues Niveau' heben - Merz reist nach China: Wirtschaftliche Partnerschaft trotz globaler Spannungen

Deutschland und China festigen ihre wirtschaftliche Partnerschaft – trotz anhaltender Handelskonflikte. Bundeskanzler Friedrich Merz wird voraussichtlich Ende Februar zu seinem ersten Besuch seit Amtsantritt nach China reisen. Das Treffen folgt Aufrufen des chinesischen Außenministers Wang Yi, die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu vertiefen.

Bei einem jüngsten Gespräch mit Merz betonte Wang Yi die Rolle Deutschlands als "Antriebskraft" für die Beziehungen zwischen China und der EU. Er forderte Berlin auf, als "stabilisierender Anker" in der strategischen Partnerschaft zu wirken. China strebt an, die bilateralen Beziehungen angesichts wachsender globaler Unsicherheiten auf ein "neues Niveau" zu heben.

Der Handel zwischen der EU und China ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Zwischen 2021 und 2025 stieg das bilaterale Handelsvolumen von 626 Milliarden Euro auf 739 Milliarden Euro, wobei die EU-Exporte um 18 Prozent und die Importe um 5 Prozent zunahmen. 2024 entfiel auf China ein Anteil von 8,8 Prozent am gesamten EU-Handel – trotz eines Rückgangs um 13 Prozent in diesem Jahr. Deutschland, als größter EU-Handelspartner Chinas, wickelte 2024 ein Volumen von 253 Milliarden Euro ab, was 34 Prozent des gesamten EU-Handels mit China entspricht. Die deutschen Automobil- und Maschinenbauindustrien führten die Exporte an, doch verzeichnete das Land ein Handelsdefizit von 74 Milliarden Euro.

Peking präsentiert sich zwar als verlässlicher Partner für Europa, sieht sich aber weiterhin mit Kritik konfrontiert – etwa an seinen Handelspraktiken, seiner Haltung im Ukraine-Krieg, den Spannungen mit Taiwan und Bedenken bei den Menschenrechten. Trotz dieser Herausforderungen bleiben die wirtschaftlichen Verbindungen eng, und beide Seiten betonen die Bedeutung von Stabilität.

Der bevorstehende Besuch von Kanzler Merz unterstreicht das anhaltende Engagement für die deutsch-chinesischen Beziehungen. Im Fokus werden voraussichtlich die Ausweitung des Handels und die Zusammenarbeit in Lieferketten stehen. Dennoch könnten anhaltende Streitpunkte und geopolitische Spannungen die Zukunft der Partnerschaft prägen.

AKTUALISIERUNG

Merz's China Visit: Key Agreements and Statements

Chancellor Merz concluded his February 2026 China visit with concrete agreements and mutual commitments. During talks with Xi Jinping and Li Qiang, both sides pledged to strengthen partnerships while addressing risks in supply chains and fair competition. Key outcomes included:

  • New government consultations agreed for 2026 to deepen dialogue on trade and geopolitics.
  • Climate cooperation deals signed, focusing on energy transition and sustainability.
  • Merz emphasized: 'We want to avoid risks in our interdependence... and resolve difficulties through open dialogue.'
  • Xi praised Germany's 'sachorientierte' China policy, calling for stronger trust amid global turbulence.