Münchens Olympiabewerbung 2036: Bürgerabstimmung trotz Umfrage-Leak geplant
Cathrin BlümelMünchens Olympiabewerbung 2036: Bürgerabstimmung trotz Umfrage-Leak geplant
München treibt seine Pläne voran, sich um die Austragung der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu bewerben. Ein kürzlich veröffentlichter Medienbericht über Umfrageergebnisse zur öffentlichen Unterstützung hat für Diskussionen gesorgt, doch die Stadtverwaltung betont, dass dies die anstehende Bürgerabstimmung nicht beeinflussen werde. Die für den 26. Oktober geplante Wahl findet wie vorgesehen statt.
Ein Bericht auf sportundpolitics.de enthüllte Details aus einer internen Sitzung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Dabei wurden Zahlen eines Meinungsforschungsinstituts präsentiert, denen zufolge die Mehrheit der Münchner, die bereits per Briefwahl abgestimmt hatten, der Bewerbung zustimmten. Der DOSB stellte jedoch umgehend klar, dass er niemals Umfragedaten veröffentlicht habe und dies auch nicht vorhabe.
Die Wahlbehörde der Stadt, das Kreisverwaltungsreferat (KVR), bestätigte, dass die Abstimmung wie geplant und unverändert stattfinden werde. Ein Sprecher erklärte, das Verfahren sei rechtlich abgesichert und von externen Berichten unberührt. Gleichzeitig prüfen die Behörden, ob die Weitergabe der Umfragedaten einen Verwaltungsverstoß darstellt.
München konkurriert mit Berlin, Hamburg und der Region Rhein-Ruhr um die Ausrichtung der Spiele. Befürworter – darunter die Stadt, der Freistaat Bayern und Athleten – argumentieren, dass eine erfolgreiche Bewerbung Deutschlands Position als führender Sportstandort stärken würde. Kritiker hingegen halten das Vorhaben für eine Verschwendung von Steuergeldern, die sinnvoller eingesetzt werden könnten.
Die Bürgerbefragung am 26. Oktober wird über Münchens weitere Schritte in der Olympiabewerbung entscheiden. Unabhängig von der Umfragepanne bleibt die Abstimmung unverändert und rechtlich bindend. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Stadt im Wettbewerb um die Ausrichtung der Spiele vorankommt.






