11 April 2026, 08:27

Münchens zweite S-Bahn-Stammstrecke: Baubeginn für das Milliardenprojekt

Detailierte U-Bahn-Stationenkarte von München, Deutschland, auf einer Glasplatte angezeigt.

Bauarbeiten jetzt entlang der gesamten zweiten S-Bahn-Linie - Münchens zweite S-Bahn-Stammstrecke: Baubeginn für das Milliardenprojekt

In München hat der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke begonnen – ein Großprojekt, das die Überlastung des städtischen Schienennetzes entlasten soll. Der östliche Abschnitt, der sich von Laim bis zum Leuchtenbergring erstreckt, umfasst Tunnelbauarbeiten sowie einen neuen Tiefbahnhof am Ostbahnhof. Mit Kosten von über elf Milliarden Euro handelt es sich um eines der größten Verkehrsinfrastrukturprojekte Deutschlands seit Jahrzehnten.

Das bestehende S-Bahn-System stützt sich auf eine einzige Hauptstrecke, die häufig mit Verspätungen und Störungen zu kämpfen hat. Die neue Trasse soll die Kapazität verdoppeln und die Zuverlässigkeit im gesamten Münchner Netz verbessern. In den nächsten 15 Jahren werden zwei Haupttunnel sowie ein separater Rettungstunnel zwischen Isar und Leuchtenbergring errichtet.

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Riesige Tunnelbohrmaschinen mit einem Durchmesser von über acht Metern werden einen drei Kilometer langen unterirdischen Abschnitt auffahren. Am Ostbahnhof entsteht im Rahmen des östlichen Bauabschnitts ein 16 Meter tiefer Bahnhof, dessen Baukosten allein auf rund eine Milliarde Euro veranschlagt werden. Während der Hochphasen der Bauarbeiten werden bis zu 1.000 Beschäftigte gleichzeitig auf der Baustelle im Einsatz sein.

Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für den Zeitraum zwischen 2035 und 2037 geplant. Sobald die zweite Stammstrecke in Betrieb geht, ermöglicht sie häufigere Verbindungen und verringert Engpässe auf der bestehenden Strecke.

Die neue Linie verspricht, das Münchner S-Bahn-System durch zusätzliche Redundanz und höhere Kapazitäten grundlegend zu modernisieren. Mit dem nun begonnenen Tunnelbau im Osten werden in den kommenden Jahren erste sichtbare Meilensteine erreicht. Bis zur vollständigen Fertigstellung wird es zwar noch mehr als ein Jahrzehnt dauern, doch die Planer betonen, dass sich die langfristigen Vorteile die Investition rechtfertigen werden.

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