18 March 2026, 06:25

Munich Re verdoppelt Gewinn im dritten Quartal trotz Währungskrise und Klimarisiken

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Munich Re verdoppelt Gewinn im dritten Quartal trotz Währungskrise und Klimarisiken

Munich Re verzeichnet starkes Wachstum im dritten Quartal 2025

Die Munich Re, einer der weltweit größten Rückversicherer, hat für das dritte Quartal 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet. Der Nettogewinn des Unternehmens stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 120 Prozent. Trotz eines Rückgangs der Versicherungseinnahmen aufgrund von Währungseffekten bleibt das Unternehmen auf Kurs, um seine Jahresziele zu erreichen.

Der Rückversicherer erzielte im dritten Quartal 2025 ein Nettoergebnis von 1,997 Milliarden Euro – mehr als das Doppelte der 907 Millionen Euro im dritten Quartal 2024. Die Sparte Schaden- und Unfallversicherung (Property & Casualty, P&C) verzeichnete den stärksten Anstieg: Hier kletterten die Gewinne um 351 Prozent auf 1,187 Milliarden Euro. Auch das Rückversicherungsgeschäft entwickelte sich positiv und steuerte 1,693 Milliarden Euro bei, nach 766 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Währungsschwankungen belasteten die Ergebnisse, wobei im dritten Quartal 2025 ein Nettoverlust von 189 Millionen Euro verbucht wurde – eine Verbesserung gegenüber dem Verlust von 462 Millionen Euro im dritten Quartal 2024. Die Versicherungseinnahmen aus abgeschlossenen Verträgen sanken um 6 Prozent auf 14,575 Milliarden Euro, vor allem wegen negativer Wechselkurseffekte. Das technische Ergebnis stieg jedoch um 67 Prozent auf 2,822 Milliarden Euro, während das Nettofinanzergebnis mit 813 Millionen Euro positiv ausfiel – nach einem Verlust von 58 Millionen Euro im Vorjahr.

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In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 erreichte der Nettogewinn der Munich Re 5,176 Milliarden Euro, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose von 6 Milliarden Euro fest, hat jedoch die Erwartungen für die Versicherungseinnahmen leicht von 62 auf 61 Milliarden Euro nach unten korrigiert.

Die steigenden Kosten durch Naturkatastrophen setzen die Branche unter Druck. In den letzten fünf Jahren beliefen sich die globalen wirtschaftlichen Schäden durch Katastrophen im Durchschnitt auf über 400 Milliarden US-Dollar pro Jahr – ein Anstieg gegenüber 250 Milliarden Dollar vor 2020. Die versicherten Schäden erreichten 2024 mit 150 Milliarden Dollar einen Rekordwert, angetrieben durch schwere Ereignisse wie Hurrikane in den USA, Überschwemmungen in Europa und Taifune in Asien. Berichte der Munich Re und der Swiss Re nennen den Klimawandel als zentralen Faktor für die zunehmende Häufigkeit und die höheren Kosten solcher Katastrophen.

Die jüngsten Ergebnisse der Munich Re zeigen ein starkes Gewinnwachstum trotz Währungsherausforderungen und steigender Schadensforderungen durch Naturkatastrophen. Die angepasste Umsatzprognose spiegelt die anhaltende Volatilität auf den globalen Märkten wider. Mit der bestätigten Jahresvorgabe steuert der Rückversicherer weiterhin einen Sektor, der stark von Klimarisiken und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist.

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