01 May 2026, 02:30

Nachfolgekrise im Mittelstand: Warum 231.000 Unternehmen vor dem Aus stehen

Diagramm, das die organisatorische Struktur eines Unternehmens mit interconnected boxes darstellt, die verschiedene Phasen des Unternehmenswachstums und der Entwicklung repräsentieren, begleitet von Text, der die Rollen und Verantwortlichkeiten beschreibt.

Nachfolgekrise im Mittelstand: Warum 231.000 Unternehmen vor dem Aus stehen

Deutschland steht vor einer wachsenden Krise: Zehntausende mittelständische Unternehmen finden keine Nachfolger

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Bis Ende 2025 droht rund 231.000 Unternehmen – 67.500 mehr als im Vorjahr – die Schließung, weil die Nachfolgeregelung ungelöst ist. Die Entwicklung gefährdet Arbeitsplätze, regionale Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit im ganzen Land.

Gegensteuern will nun UnternehmerTUM mit dem Programm "Entrepreneurship through Acquisition" (ETA). Es vernetzt neue Eigentümer mit etablierten Betrieben und schlägt Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Das Ausmaß der Herausforderung ist enorm: Über 190.000 deutsche Unternehmen mit mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten brauchen bis 2026 eine neue Führung. Allein in Bayern stehen bei 36.500 Betrieben und 618.000 Arbeitsplätzen die Zeichen auf Unsicherheit. Viele der aktuellen Inhaber sind über 60 Jahre alt – doch weniger als die Hälfte hat eine klare Nachfolgelösung.

ETA bietet hier eine Lösung: Das Programm unterstützt Gründer, die bestehende Firmen übernehmen, und hilft ihnen, diese weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu machen. Partner wie Novastone Partners, die Deutsche Bank Wealth Management und Tengelmann Growth Partners stehen hinter der Initiative.

Eine zentrale Rolle spielt dabei der ETA Hub, der den Wissensaustausch fördert und Nachfolger-Unternehmen mit Investoren vernetzt. Christian Mohr, Chief Customer Officer von UnternehmerTUM, bezeichnet die Nachfolgelücke als "eine der größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft". Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Schließungen regionale Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit nachhaltig schwächen.

Das ETA-Programm bietet einen strukturierten Ansatz, um die Nachfolgekrise zu bewältigen. Durch die Vermittlung von Unternehmern an etablierte Betriebe sollen Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität gesichert werden. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob solche Initiativen flächendeckende Schließungen verhindern und die deutsche Wirtschaftslandschaft erhalten können.

Quelle