Neuer Katalysator soll Wasserstoffverflüssigung revolutionieren und Energieverluste senken
Mariechen Grein GrothNeuer Katalysator soll Wasserstoffverflüssigung revolutionieren und Energieverluste senken
Neues Forschungsprojekt soll Verflüssigung von Wasserstoff effizienter machen
Die C&CS Catalysts and Chemical Specialties GmbH und die Technische Universität Dresden haben eine Zusammenarbeit gestartet, um Energieverluste bei der Wasserstoffverflüssigung zu verringern. Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Entwicklung eines neuartigen Katalysators, der die Verdampfung reduzieren und die Lagerung verbessern soll.
Das Projekt zielt auf eine der größten Herausforderungen bei der Wasserstoffspeicherung ab: den sogenannten Boil-off-Effekt. Derzeit verdampft bis zu ein Drittel des verflüssigten Wasserstoffs während der Lagerung, was die Effizienz deutlich mindert. Das Team arbeitet an einem bifunktionalen Katalysator, der die Ortho-Para-Umwandlung beschleunigen soll – ein Prozess, der zwar natürlich abläuft, aber sehr langsam vonstattengeht.
Während C&CS für die Entwicklung, Herstellung und Erprobung des Katalysators verantwortlich ist, wird die TU Dresden dessen Leistung unter realen Bedingungen bewerten. Der neue Katalysator soll die Umwandlung bereits während der Verflüssigung vorantreiben und so Energieverluste sowie Verdampfung minimieren.
Als nächster Schritt ist geplant, den Katalysator in Pilot-Kryokühlsysteme zu integrieren. Diese Phase soll die Technologie für den kommerziellen Einsatz vorbereiten. Wie Dr. Julius Nickl, Geschäftsführer von C&CS, betont, liegt das Ziel des Projekts darin, grünen Wasserstoff durch die Reduzierung von Energieverlusten zugänglicher zu machen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben mit bis zu 236.525 Euro. Die Mittel fließen in die Weiterentwicklung und Erprobung des Katalysators.
Das Projekt könnte die Effizienz der Wasserstoffspeicherung deutlich steigern. Durch die Verringerung von Verdampfungsverlusten könnte der neue Katalysator die Kosten senken und die Wirtschaftlichkeit von grünem Wasserstoff erhöhen. In der nächsten Phase wird seine Leistung in Pilotsystemen getestet, bevor eine breitere Einführung erfolgt.






