17 June 2026, 18:54

Nürnberger Flughafen setzt auf Billigflieger nach Passagier-Einbruch von 83 Prozent

Routen wieder verbunden Q&A: Nürnbergs neu definierte Strategie

Nürnberger Flughafen setzt auf Billigflieger nach Passagier-Einbruch von 83 Prozent

Flughafen Nürnberg (NUE) passt Strategie nach drastischem Passagierrückgang an

Die Fluggastzahlen am Flughafen Nürnberg (NUE) sind im Oktober 2020 im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau um 83,2 Prozent eingebrochen. Als Reaktion darauf setzt der Airport nun auf die Gewinnung von Billigfluggesellschaften und eine Umstrukturierung der Gebühren, um die Erholung zu beschleunigen.

Die COVID-19-Pandemie traf den NUE besonders hart – vor allem die Full-Service-Airlines, die bisher von der starken Nachfrage im Geschäftsreiseverkehr der Region profitiert hatten. Nun sieht der Flughafen die Chance, seine Airline-Basis breiter aufzustellen.

Ab Sommer 2021 führt der NUE ein nutzungsbasiertes Entgeltsystem ein: Fluggesellschaften zahlen dann nur noch für die Infrastruktur, die sie tatsächlich in Anspruch nehmen. Zudem entwickelte eine Taskforce das Anreizprogramm „Blue Ocean Lifeline“, um Airlines in unsicheren Zeiten von Fixkosten zu entlasten.

Die Lufthansa könnte ihr Mittelstrecken-Angebot im Freizeitbereich ausbauen und damit den Wettbewerb in Nürnberg verschärfen. Der Flughafen setzt jedoch darauf, auch Airlines außerhalb der Lufthansa-Gruppe anzuziehen. Der Konzern wird voraussichtlich seine Drehkreuze in Frankfurt und München priorisieren – was neuen Anbietern in Nürnberg Spielraum lässt.

Der NUE rechnet mit einer schnellen Erholung im Urlaubs- und VFR-Verkehr (Visiting Friends and Relatives). Besonders gefragt dürften Strecken nach Italien, Griechenland und Osteuropa sein. Gleichzeitig wird weiter über die Umweltbelastung durch kurze Inlands-Zubringerflüge diskutiert.

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Der Flughafen stellt sich auf veränderte Marktbedingungen ein. Die neue Gebührenstruktur und die Anreize sollen den Airlines in unsicheren Zeiten unter die Arme greifen. Der Fokus auf Billigfluggesellschaften könnte die künftige Verkehrsstruktur des NUE nachhaltig prägen.

Quelle