Oktoberfest in München: Plötzliche Stille nach Sicherheitsalarm und Evakuierung
Mariechen Grein GrothOktoberfest in München: Plötzliche Stille nach Sicherheitsalarm und Evakuierung
Münchens Oktoberfestgelände lag am Samstag unheimlich still, nachdem ein Sicherheitsalarm zu einer vorübergehenden Schließung gezwungen hatte. Die ungewöhnliche Stille ließ Wirte und Standbetreiber stundenlang in angespannter Erwartung zurück, bis das Gelände schließlich um 17:30 Uhr wieder öffnete.
Oliver Wendel, der gemeinsam mit Katharina Wiemes das Café Theres betreibt, verbrachte den Tag allein in seinem Zelt. Seine Mitarbeiter hatten das Gelände bereits verlassen, doch er blieb, um den Zugang für Einsatzkräfte zu ermöglichen. In der Nähe hielt sich Claus Konrad, der Chef der Rutschbahn, mit einem Mitarbeiter an seinem Stand auf und durchsuchte die Umgebung nach verdächtigen Rucksäcken.
Wiggerl Hagn, einst Wirt beim Löwenbräu, blieb im Hirschau-Zelt, um Anrufe von Gästen mit Mittagsreservierungen entgegenzunehmen. Otto Lindinger vom Bodo’s Cafézelt räumte ein, dass die Stornierungen eine Herausforderung darstellten, auch wenn er sich auf dem Gelände sicher fühlte. Manfred Schauer, Betreiber der Attraktion Schichtl, nahm die Schließung gelassen hin und scherzte, er habe noch 364 Tage, um sich zu erholen.
Am späten Nachmittag gab Bürgermeister Dieter Reiter schließlich Entwarnung und löste damit die angespannte Stimmung für alle, die die beunruhigende Pause überdauert hatten.
Der vorübergehende Stillstand unterbrach einen Tag, der eigentlich von regem Treiben geprägt sein sollte. Nun stehen Wirte und Schausteller vor der Aufgabe, den Betrieb nach Stunden der Unsicherheit wiederaufzunehmen. Der Vorfall erinnerte daran, wie schnell selbst die ausgelassensten Feste durch Sicherheitsbedenken zum Erliegen kommen können.






