Olivia Rodrigo verteidigt umstrittene Babydoll-Kleider gegen Sexualisierungsvorwürfe
Cathrin BlümelOlivia Rodrigo verteidigt umstrittene Babydoll-Kleider gegen Sexualisierungsvorwürfe
Olivia Rodrigos jüngste Modewahl hat vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums eine Debatte ausgelöst. Die Sängerin, bekannt für Hits wie Drop Dead und The Cure, sah sich mit Kritik konfrontiert, nachdem sie in einem Musikvideo und bei einem Konzert in Barcelona ein verspieltes Babydoll-Kleid getragen hatte. Nun wehrt sie sich gegen Vorwürfe, kindliche Ästhetik zu sexualisieren.
Der Streit begann mit dem Musikvideo zu Drop Dead, in dem Rodrigo ein weißes Babydoll-Kleid mit Spitzenbesatz trug. Kritiker warfen ihr vor, das Outfit erinnere an Kinderkleidung und beschuldigten sie, damit eine unangemessene Sexualisierung zu betreiben. Die Kontroverse verschärfte sich, als sie bei einem Auftritt in Barcelona ein ähnliches Kleid trug – die Diskussion um ihren Stil nahm weiter an Fahrt auf.
In einem Podcast-Interview verteidigte Rodrigo ihren Look und nannte die Kritik „seltsam“ und „beunruhigend“. Sie argumentierte, die Empörung zeige eine kulturelle Tendenz, Mädchen für männliche Begierden verantwortlich zu machen, statt problematische Einstellungen infrage zu stellen. Als Inspiration für ihre Babydoll-Ästhetik verwies die Sängerin auf feministische Punk-Ikonen wie Kathleen Hanna und Courtney Love.
Ihr drittes Studioalbum You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love erscheint am 12. Juni. Die Platte enthält neben dem umstrittenen Song Drop Dead auch die bereits veröffentlichte Single The Cure.
Die Debatte um Rodrigos Modewahl unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Künstlerinnen und selbstbestimmter Ausdrucksform. Mit dem nahenden Albumrelease bleibt die Sängerin in ihrer Haltung unnachgiebig – für sie ist die Kritik Teil einer größeren Diskussion über gesellschaftliche Doppelstandards.






