03 April 2026, 12:31

Olympia-Plakate in München lösen Streit über Werberecht und Pietät aus

Plakatwerbung für ein Konzert in München, Deutschland, mit Text, der das Ereignis und seine Bedeutung beschreibt.

Olympia-Plakate in München lösen Streit über Werberecht und Pietät aus

Riesige Olympia-Plakate sorgen in München für Aufsehen – und für Streit

In München sind überdimensionale Olympia-Plakate aufgetaucht, die wegen ihrer Größe und Platzierung für Kontroversen sorgen. Die örtliche ÖDP wirft den Verantwortlichen vor, gegen lokale Werberegeln zu verstoßen. Mehrere der Plakate überschritten demnach die zulässigen Maße und wiesen die vorgeschriebenen Angaben nicht auf.

Laut Münchner Vorschriften dürfen Plakate maximal einen Quadratmeter Fläche haben und nicht höher als 1,80 Meter sein. Zudem muss der Name einer verantwortlichen Person angegeben werden. Doch an verschiedenen Standorten missachten die Olympia-Plakate diese Größenbeschränkungen. Besonders umstritten ist ein Plakat am Karolinenplatz in der Nähe des Obelisken, der an bayerische Kriegsopfer erinnert – die ÖDP bezeichnet diese Platzierung als geschmacklos und respektlos.

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Zudem stellt die Partei infrage, ob das für die Kampagne verantwortliche Bündnis "Pro Olympia" überhaupt die Kriterien einer politischen Aktionsgruppe nach städtischen Richtlinien erfüllt. Bei einigen Plakaten fehle zudem der gesetzlich vorgeschriebene Impressumshinweis, was einen weiteren Verstoß gegen die Vorschriften darstelle. Die ÖDP hat daher offizielle Beschwerde beim Kreisverwaltungsreferat eingereicht.

Unklar ist bisher, wie viele Olympia-Plakate ohne die notwendige Kennzeichnung oder Genehmigung aufgehängt wurden. Die Stadt hat noch keine Angaben zu möglichen Kontrollmaßnahmen oder Sanktionen bei Verstößen gemacht.

Die Beschwerde der ÖDP wirft grundsätzliche Fragen zu möglichen Verstößen gegen Münchner Werberecht auf. Sollten die Plakate als nicht konform eingestuft werden, drohen den Veranstaltern Bußgelder oder die Anordnung zur Entfernung. Das Ergebnis des Verfahrens könnte zeigen, ob künftig eine strengere Aufsicht über solche Kampagnen notwendig ist.

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