Pfefferspray-Attacke am Nürnberger Hauptbahnhof eskaliert nach Zigaretten-Streit
Hermann KreuselPfefferspray-Attacke am Nürnberger Hauptbahnhof eskaliert nach Zigaretten-Streit
Gewalttätige Auseinandersetzung am Nürnberger Hauptbahnhof in den frühen Morgenstunden des 11. März
In den frühen Morgenstunden des 11. März eskalierte ein nächtlicher Streit am Nürnberger Hauptbahnhof zu einer gewalttätigen Konfrontation. Ein 24-jähriger Mann griff einen 62-Jährigen an, nachdem diesem ihm eine Zigarette verweigert hatte. Bei dem Vorfall gab es Verletzte, die Polizei musste eingreifen.
Der Zwist begann, als der jüngere Mann – ein deutscher Staatsbürger mit Vorstrafenregister – den Älteren um eine Zigarette bat. Als dieser ablehnte, sprühte der 24-Jährige dem Opfer Pfefferspray direkt ins Gesicht. Der 62-Jährige, ein türkischer Staatsangehöriger ohne Vorstrafen, wehrte sich, indem er den Angreifer von sich schob, woraufhin dieser stürzte und sich dabei die Schulter verletzte.
Drei Augenzeugen beobachteten die Auseinandersetzung und machten später Aussagen bei den Behörden. Der 24-Jährige wurde zur Vernehmung auf die Dienststelle der Bundespolizeiinspektion Nürnberg gebracht, später jedoch ohne weitere Sofortmaßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Aus den Unterlagen geht hervor, dass der Angreifer bereits wegen Diebstahls, Raubs, Fälschungsdelikten und Drogenstraftaten vorbestraft ist. Der ältere Mann hingegen lebt als dauerhaft Aufenthaltsberechtigter in Deutschland und ist bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vergangenen Jahr am Dresdner Hauptbahnhof, wo an einem Samstagabend ein 31-jähriger Libanese mit Pfefferspray attackiert wurde. Der Tatverdächtige konnte in diesem Fall am folgenden Tag festgenommen werden.
Bei der jüngsten Konfrontation in Nürnberg zogen beide Männer leichte Verletzungen davon. Bisher wurden keine weiteren Anklagen erhoben. Die Polizei hat die Aussagen protokolliert, hält sich jedoch mit weiteren Details zurück. Aktuell liegen keine umfassenden Statistiken zu Pfefferspray-Vorfällen in deutschen Verkehrs-knotenpunkten vor.