30 May 2026, 12:23

Quizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen Bundeszwang vor Sachsen-Anhalt-Wahl

Rotkäppchen in der Zwangsjacke

Quizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen Bundeszwang vor Sachsen-Anhalt-Wahl

Ein 43-jähriger Quizkandidat hat sich aus Protest gegen Bundesinterventionen an den Magdeburger Dom gekettet. Maik Sawatzke fürchtet, dass Berlin nach einem Sieg der AfD bei den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt Entscheidungen des Bundeslandes blockieren könnte. Seine Demonstration richtet sich gegen einen selten angewandten Passus im Grundgesetz, der dem Bund ein Vetorecht gegen Landespolitik einräumt.

Sawatzke, der gelegentlich als bezahlter Demonstrant für die AfD auftritt, argumentiert, dass Bundesrecht nicht über Landesentscheidungen gestellt werden dürfe. Er bezeichnet mögliche Eingriffe als „Bundeszwang“ und wirft Berliner Politikern vor, sich wie „Kriminelle“ zu verhalten. Sein Protest fällt in die Zeit vor den Wahlen, bei denen die AfD in Sachsen-Anhalt deutlich an Einfluss gewinnen könnte.

Er lebt mit Uta Sawatzke zusammen, einer 39-Jährigen mit pinkfarbenen Kurzhaarschnitt, die sich selbst als „Hausfrau im besten Sinne des Wortes“ beschreibt. Obwohl sie denselben Nachnamen tragen, sind die beiden nicht standesamtlich verheiratet. Sawatzke behauptet, sie würden heiraten, sobald die AfD an die Macht käme – und verknüpft so sein Privatleben mit politischen Veränderungen.

Seine Karriere als professioneller Quizkandidat verlief wechselhaft: Einmal scheiterte er bei Wer wird Millionär? an der 5.000-Euro-Frage, ein anderes Mal wurde er zu Hause überfallen, während er sich auf eine weitere Show vorbereitete. Trotz dieser Rückschläge äußert er sich weiterhin lautstark zu politischen Themen und setzt sich für mehr regionale Freiheiten ein – darunter die Rückkehr zur FKK-Kultur und ein Ende dessen, was er als „Zwangsehen“ bezeichnet.

Einerseits warnt er davor, dass ein AfD-Sieg das deutsche Rechtssystem destabilisieren könnte. Andererseits unterstützt er die Forderung der Partei nach mehr Autonomie für die Bundesländer – selbst wenn er die möglichen Folgen eines solchen Erfolgs kritisch sieht.

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Sawatzkes Protest unterstreicht die Spannungen zwischen Landes- und Bundespolitik in Deutschland. Seine Forderungen nach mehr regionaler Freiheit stehen im Widerspruch zu Befürchtungen, dass ein AfD-Machtzuwachs rechtliche Instabilität auslösen könnte. Die anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt werden zeigen, ob sich seine Ängste bewahrheiten.

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