Rechtsextreme greifen Journalisten in Schnellroda an – Ermittlungen laufen
Cathrin BlümelRechtsextreme greifen Journalisten in Schnellroda an – Ermittlungen laufen
In Schnellroda ist es zu Auseinandersetzungen zwischen einer Gruppe rechtsextremer Aktivisten und Journalisten gekommen. An dem Vorfall waren Teilnehmer beteiligt, die mit extremistischen Gruppierungen in Verbindung stehen, darunter Mitglieder der Schweizer Junge Tat, der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner sowie die Jugendorganisation der deutschen AfD-Partei. Augenzeugen berichteten von aggressivem Verhalten: Manuel Corchia soll die Kameraobjektiv eines Journalisten beschädigt, Tobias Lingg Fotografen mit Wasser bespritzt haben. Verletzte gab es zwar nicht, doch die Belästigungen hinterließen bei Reportern und Fotografen ein Gefühl der Einschüchterung.
Der Zeitpunkt der Konfrontation ist besonders brisant. Corchia und Lingg müssen sich in den kommenden Monaten in der Schweiz wegen einer Reihe von Straftaten vor Gericht verantworten. Ihre Beteiligung an diesem jüngsten Vorfall könnte nun das Interesse der Schweizer Staatsanwaltschaft weiter wecken.
Die Behörden bestätigten, dass Ermittlungen eingeleitet wurden. Im Fokus stehen Vorwürfe wegen Körperverletzung, Beleidigung und Diebstahl während der Veranstaltung. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von Journalisten auf, die über rechtsextreme Treffen berichten. Die Polizei prüft derzeit Beweismaterial, um zu klären, ob weitere Anklagen folgen werden. Der Fall erhöht zudem den Druck auf die Schweizer Staatsanwaltschaft, die sich auf den anstehenden Prozess gegen die Beteiligten vorbereitet.






