Regensburg revolutioniert sein Verkehrsmanagement mit KI und Echtzeitdaten
Aysel MitschkeRegensburg revolutioniert sein Verkehrsmanagement mit KI und Echtzeitdaten
Regensburg schließt umfangreiche Modernisierung seines Verkehrsmanagements ab
Nach einem vierjährigen Projekt hat Regensburg eine umfassende Aufrüstung seines Verkehrleitsystems abgeschlossen. Die Stadt und der Bund investierten 2,1 Millionen Euro, um die Infrastruktur zu modernisieren und den Verkehrsfluss zu verbessern. Neue Technologien, darunter Sensoren und KI-Modelle, steuern nun die 197 Ampelanlagen der Stadt.
Im Rahmen des Projekts wurden ein neuer zentraler Verkehrsrechner sowie ein netzadaptives Verkehrsmodell eingeführt. Diese Systeme passen die Signale in Echtzeit an die aktuellen Bedingungen an. Allerdings funktioniert die „Grüne Welle“ – bei der Fahrzeuge durchgehend grüne Ampeln passieren – nicht überall einwandfrei, da die Straßenabstände ungleichmäßig sind und der Verkehr stark schwankt.
In der gesamten Stadt überwachen nun 108 neue Sensoren die Verkehrsbelastung, Fahrzeugtypen und Durchschnittsgeschwindigkeiten. Sechs zusätzliche Umweltsensoren messen die Luftqualität. Gleichzeitig wurden 24 große Ampelanlagen aufgerüstet, um das neue System zu unterstützen.
In der nächsten Phase sollen Road-Side-Units (RSUs) installiert werden, um präzisere Verkehrsdaten zu erfassen. Ein zentrales Erfassungssystem wird zudem Busse an Kreuzungen priorisieren. Regensburg arbeitet dabei mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse einzubinden – etwa ein KI-Werkzeug, das Ausfälle von Detektoren simuliert.
Ziel der Modernisierung ist ein flüssigerer Verkehrsablauf und weniger Staus. Echtzeitdaten und adaptive Systeme sollen helfen, die stark frequentierten Straßen der Stadt besser zu steuern. Langfristig sollen die Änderungen Autofahrern, dem öffentlichen Nahverkehr und der Luftqualität zugutekommen.






