Regensburgs Jugendamt spart clever und baut Leistungen trotz knapper Kassen aus
Aysel MitschkeRegensburgs Jugendamt spart clever und baut Leistungen trotz knapper Kassen aus
Jugendamt Regensburg spart Kosten aus und erweitert trotzdem Leistungen – trotz knapper Haushaltsmittel
Trotz begrenzter finanzieller Spielräume hat das Jugendamt des Landkreises Regensburg im Jahr 2025 die Ausgaben gedrosselt und gleichzeitig sein Angebot ausgebaut. Die Zahl der Fälle im schulischen Unterstützungsbereich sank auf 174, die monatlichen Fallzahlen lagen im Schnitt bei 139 – ein Rückgang um 5 Prozent bei den Aufwendungen. Für 2026 stehen nun Effizienzsteigerungen und gezielte Reformen im Mittelpunkt.
Kostenkontrolle als Erfolgsfaktor 2025 rückte die Ausgabenbremse in den Fokus, nachdem die Kosten für Einzelbetreuungen an Schulen stark angestiegen waren. Das Jugendamt führte strenge Regulierungsmaßnahmen ein: höhere Erstattungssätze, strengere Fallprüfungen und gebündelte Begleitdienste. Landrätin Tanja Schweiger führte diese Schritte als Grund für die Trendwende an.
Haushalt 2026: Mehr Leistung bei fast gleichem Budget Beim Jugendhilfeausschuss am 17. März 2026 stand der Haushalt 2026 im Zentrum der Beratungen. Der erforderliche Zuschussbedarf wurde auf 42,034 Millionen Euro festgesetzt – nur 22.700 Euro mehr als im Vorjahr. Der Ausschuss stimmte einstimmig zu; die endgültige Verabschiedung durch den Kreistag steht für Mitte April an.
Umverteilung statt Neueinstellungen Durch interne Ressourcenumschichtung gelang es, das Angebot auszubauen, ohne zusätzliches Personal einzustellen. Fachkräfte der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) wurden neu zugeteilt und betreuen nun 46 statt zuvor 41 Schulen; eine weitere Einrichtung wird von einem evangelischen Träger unterstützt. Damit erhalten insgesamt 47 Schulen JaS-Förderung. Noch im März 2025 hatte der Ausschuss neue JaS-Stellen abgelehnt, doch durch Umwidmung von Personal konnten sieben neue Anträge sowie zwei Anträge auf Stundenaufstockung bewilligt werden.
Neue Strukturen für den Kinderschutz Seit Oktober 2025 ist die Beratungs-, Vermittlungs- und Schutzstelle (BVS) aktiv, die komplexe Kinderschutzfälle bearbeitet. Für Mai 2026 plant das Jugendamt zudem ein Pilotprojekt mit ambulanten Sprechstunden in den Familienberatungsstellen Regenstauf und Schierling.
Fazit: Mehr Leistung bei stabilen Kosten Der Jugendhilfehaushalt 2026 bleibt nahezu unverändert, doch durch Effizienzmaßnahmen und Personalumverteilung konnten die Schulangebote ausgeweitet und neue Initiativen gestartet werden. Die einstimmige Zustimmung des Ausschusses unterstreicht das Vertrauen in den eingeschlagenen Kurs.






