René Benko in neuem Millionenbetrugsverdacht – jetzt droht Haftstrafe
Cathrin BlümelRené Benko in neuem Millionenbetrugsverdacht – jetzt droht Haftstrafe
René Benko steht nun bereits in einem 18. Strafverfahren in München im Fokus der Ermittler. Im Mittelpunkt der aktuellen Untersuchungen steht der Verdacht auf Veruntreuung von Geldern in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Benko befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.
Die Münchner Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht auf Untreue und Betrug nach. Den Ermittlern zufolge wurden 120 Millionen Euro, die ursprünglich für das Projekt am Bahnhofplatz vorgesehen waren, umgeleitet. Das Geld soll dazu gedient haben, Liquiditätslücken innerhalb der Signa Group zu schließen und eine Kapitalerhöhung für den Erwerb des Londoner Kaufhauses Selfridges zu finanzieren.
Die Signa Prime Selection AG soll dabei wie ein finanzieller „Staubsauger“ agiert haben. Ihr werden vorgeworfen, Gelder aus verschiedenen Immobilienprojekten abgezogen zu haben, darunter auch aus einer Transaktion mit einem saudischen Staatsfonds im Zusammenhang mit dem „Franz“-Projekt am Bahnhofplatz.
Benkos juristische Probleme beschränken sich jedoch nicht auf diesen Fall. Am kommenden Donnerstag verhandelt Österreichs Oberster Gerichtshof die Revision in seinem ersten Prozess wegen betrügerischen Bankrotts. Gleichzeitig hat sein privates Insolvenzverfahren Aufmerksamkeit erregt – unter anderem wegen mehrerer hochwertiger Ringe aus seinem Besitz.
Sollte er in den aktuellen Ermittlungen verurteilt werden, droht Benko erstmals im Zusammenhang mit der Signa-Affäre eine Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft prüft weiterhin die Bewegungen beträchtlicher Summen zwischen verschiedenen Projekten. Die Ergebnisse könnten weitreichende rechtliche und finanzielle Folgen für alle Beteiligten haben.
