25 April 2026, 18:27

Rentner zahlen bald mehr Steuern – warum der Freibetrag bis 2040 verschwindet

Eine Europakarte mit Farben, die die höchsten Grenzsteuersätze in jedem Land anzeigen, mit der Überschrift "Höchste Grenzsteuersätze in Europa".

Rentner zahlen bald mehr Steuern – warum der Freibetrag bis 2040 verschwindet

Rentner in Deutschland sehen sich mit einem sich wandelnden Steuersystem konfrontiert, das beeinflusst, wie viel ihres Einkommens versteuert werden muss. Die Regelungen hängen davon ab, wann sie in Rente gegangen sind – dabei verringern sich die Freibeträge schrittweise über die Jahre. Bis 2040 werden Rentner ihre gesamte Rente versteuern müssen, während heute noch ein Teil steuerfrei bleibt.

Im Jahr 2020 blieb für einen Rentner mit einer Bruttorente von 1.600 Euro monatlich ein Anteil von 20 Prozent steuerfrei – dank des sogenannten Rentenfreibetrags. Dieser Freibetrag sinkt jedoch jährlich um einen Prozentpunkt, bis er 2040 vollständig entfällt. Aktuell bedeutet das: Nur 15.360 Euro der jährlichen Rente unterliegen der Besteuerung.

Bevor die Steuer berechnet wird, ziehen die Abgaben für Kranken- und Pflegeversicherung – insgesamt 10,95 Prozent – den zu versteuernden Betrag weiter nach unten, auf etwa 13.258 Euro pro Jahr. Zusätzliche Freibeträge wie der Grundfreibetrag oder Abzüge für Mieter oder außergewöhnliche Belastungen können diesen Betrag noch weiter mindern, auf rund 13.120 Euro.

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Die durchschnittliche Rente in Deutschland lag 2024 bei 1.154 Euro monatlich. Doch die Steuerlast variiert je nach Renteneintrittsjahr. Wer früher aus dem Berufsleben ausgeschieden ist, profitiert noch von einem höheren Rentenfreibetrag, während künftige Rentnergenerationen ihre gesamte Rente versteuern müssen.

Bis 2040 wird das System vollständig umgestellt, der Rentenfreibetrag fällt dann komplett weg. Bis dahin steigt das zu versteuernde Einkommen der Rentner Jahr für Jahr an. Versicherungsbeiträge und andere Abzüge werden zwar weiterhin die Bemessungsgrundlage mindern – doch der Trend geht klar in Richtung höherer Steuern für künftige Rentner.

Quelle