08 June 2026, 06:18

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Rüstungsabteilung, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA

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Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hin zum Kerngeschäft mit Verteidigungslösungen. Beide Seiten rechnen damit, dass die Transaktion Ende 2026 abgeschlossen wird – vorbehaltlich der noch ausstehenden regulatorischen Genehmigungen und finaler Anpassungen.

Die Sparte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erzielte, behält ihre 6.250 Mitarbeiter unter dem neuen Eigentümer. AEQUITA plant, das Geschäft eigenständig weiterzuführen und die etablierten Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice beizubehalten.

Drei deutsche Standorte des Gemeinschaftsunternehmens KS Huayu AluTech sind nicht Teil des Verkaufs und verbleiben stattdessen als Joint Venture bei Rheinmetall. Gleichzeitig wird das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano vorerst als hybrider Standort betrieben, bevor es vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt wird.

Zudem hält Rheinmetall an Dermalog SensorTec fest und gliedert das Unternehmen in die Division Weapon and Ammunition ein. Dieser Schritt folgt auf frühere Verkäufe der Groß- und Kleinbohr-Kolbenaktivitäten in den Jahren 2023 und 2024.

Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von AEQUITA, betonte, die Übernahme werde den Umsatz im Automobilsegment des Unternehmens auf etwa fünf Milliarden Euro steigern. Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete den Deal als „wichtigen Meilenstein“, der die Fokussierung des Konzerns auf lukrative Rüstungsaufträge unterstreiche.

Der Abschluss der Transaktion ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen, sofern die endgültigen Genehmigungen vorliegen. AEQUITA übernimmt dann die operative Führung der Sparte, während Rheinmetall sein Portfolio weiter auf militärische und Verteidigungstechnologien ausrichtet. Der Deal umfasst Übergangsregelungen für bestimmte Standorte, bevor diese vollständig in ihre neuen Rollen integriert werden.

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