14 March 2026, 06:55

Siemens feiert Rekordjahr mit 10,4 Mrd. Euro Gewinn und setzt auf KI-Expansion

Eine Grafik, die die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Unternehmen zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen, begleitet von beschreibendem Text auf der linken Seite.

Dritter Rekordgewinn in Folge bei Siemens - Siemens feiert Rekordjahr mit 10,4 Mrd. Euro Gewinn und setzt auf KI-Expansion

Siemens hat Rekordzahlen für das letzte Geschäftsjahr bekannt gegeben: Der Nettogewinn stieg auf 10,4 Milliarden Euro. Konzernchef Roland Busch bezeichnete die Entwicklung als Meilenstein und hob das mittlere einstellige Wachstum bei Aufträgen und Umsatz hervor.

Die starken Zahlen fallen mit einer bedeutenden strategischen Neuausrichtung zusammen, da das Unternehmen seinen Anteil an Siemens Healthineers verringern will, während es gleichzeitig massiv in KI und die digitale Expansion investiert.

Der Gewinn des Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent. Treibende Kräfte waren der Verkauf der Sparte Innomotics sowie die starke Performance der Division Smart Infrastructure. Die Einheit Digital Industries zeigte unterdessen Anzeichen der Erholung und verzeichnete im letzten Quartal ein leichtes Wachstum.

In den vergangenen fünf Jahren hat Siemens seine Führungsposition in der industriellen Automatisierung gehalten. Trotz Konkurrenz durch ABB und Rockwell Automation sowie Lieferkettenproblemen und wachsendem Druck durch asiatische Unternehmen wie Mitsubishi Electric hält das Unternehmen einen globalen Marktanteil von 15 bis 18 Prozent.

Um diesen Schwung zu nutzen, hat Siemens die Initiative "One Tech Company" gestartet. Das Programm sieht vor, die Umsätze im Digitalgeschäft bis 2030 zu verdoppeln und in Wachstumsmärkten wie den USA, China und Indien zu expandieren. Zudem sollen in den nächsten drei Jahren zusätzliche eine Milliarde Euro in die KI-Entwicklung fließen.

Im Rahmen der Umstrukturierung wird Siemens Aktien im Wert von rund 15 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten. Dadurch verringert sich der Anteil des Konzerns an Siemens Healthineers um 30 Prozentpunkte – obwohl die Gesundheitsdivision maßgeblich zu den jüngsten Erfolgen beigetragen hat.

Die finanziellen Erfolge und strategischen Investitionen des Unternehmens deuten auf einen klaren Kurs in Richtung digitales und KI-getriebenes Wachstum hin. Mit Plänen zur Expansion in Schlüsselregionen und der Reduzierung seines Healthineers-Anteils positioniert sich Siemens neu für eine langfristige Entwicklung. Die Aktionäre profitieren zudem von einer Aktienausschüttung in Höhe von 15 Milliarden Euro im Zuge der Umstrukturierung.

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