Škoda feiert Rekordjahr 2022 mit 30 Prozent mehr Gewinn und klarem Elektro-Kurs
Hermann KreuselŠkoda feiert Rekordjahr 2022 mit 30 Prozent mehr Gewinn und klarem Elektro-Kurs
Škoda verzeichnet für das Jahr 2022 starke finanzielle Ergebnisse mit steigenden Gewinnen und Umsätzen. Der Erfolg des Unternehmens gründet sich auf geringere Produktionskosten in Tschechien sowie ein breites Produktportfolio. Unternehmenschef Thomas Schäfer äußerte sich zu Fragen der Produktion und zukünftiger Modelle.
Im vergangenen Jahr stieg der operative Gewinn von Škoda auf 2,3 Milliarden Euro – ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zu 2021. Der Umsatz wuchs um 4,7 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro, bei einer operativen Marge von 8,3 Prozent. Bis 2030 strebt die Marke eine Steigerung dieser Spanne auf 10 Prozent an.
Škoda bietet eine vielfältige Modellpalette – von Diesel- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen bis hin zu rein elektrischen Modellen. Bis Ende des Jahrzehnts wird das Unternehmen weiterhin Verbrenner wie den Fabia, Scala und Kamiq produzieren. Gleichzeitig baut Škoda sein Hybridangebot aus und plant für 2026 die Markteinführung eines elektrischen Siebensitzers.
Schäfer bestätigte, dass die Škoda-Werke bereits an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten. Eine Verlagerung der Volkswagen-Produktion nach Tschechien sei daher ausgeschlossen. Anders als Volkswagen, das mit dem ID.Every1 ein Elektroauto für 20.000 Euro auf den Markt bringt, hat Škoda derzeit keine Pläne für ein vergleichbar günstiges Modell.
Trotz des Rückgangs des Konzern-Nettogewinns bei Volkswagen verbesserte Škoda 2022 seine Rentabilität. Das Unternehmen setzt weiterhin auf den Ausbau der Hybridtechnologie, neue Elektromodelle und die Pflege seiner Verbrenner-Baureihen. Kostenvorteile und das breite Produktangebot bleiben die wichtigsten Wachstumstreiber.






