24 May 2026, 02:25

SPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot nach Kooperationsdebatte

SPD-Vizechefin Midyatli: Albig ist mit AfD-Kooperationsvorschlag total verkehrt

SPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot nach Kooperationsdebatte

Eine führende Vertreterin der SPD hat Vorschläge für eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD scharf kritisiert. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten, lehnte jede Form der Kooperation mit der Partei ab und forderte deren vollständiges Verbot. Ihre Äußerungen erfolgten als Reaktion auf den früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig, der eine Erkundung von Minderheitsregierungen mit Duldung der AfD ins Spiel gebracht hatte.

Albig, einst Regierungschef in Schleswig-Holstein, hatte SPD-Mitglieder aufgefordert, über die Bildung von Minderheitsregierungen nachzudenken – gestützt auf eine tolerierende Haltung der AfD. Ein Schritt, den er als Möglichkeit präsentierte, politische Blockaden zu überwinden. Doch sein Vorstoß stieß innerhalb der Partei umgehend auf heftige Kritik.

Serpil Midyatlı verurteilte Albigs Vorschlag in deutlichen Worten. Sie bezeichnete die AfD als „unmenschlich und demokratiefeindlich“ und betonte, die SPD dürfe mit der Partei unter keinen Umständen zusammenarbeiten. Darüber hinaus forderte sie eine dringende Prüfung, ob die AfD mit dem Grundgesetz vereinbar sei.

Midyatlı ging noch einen Schritt weiter und verlangte ein vollständiges Verbot der Partei. Sie bekräftigte ihren Widerstand gegen die AfD und erklärte, dieser Einsatz sei eine zentrale Pflicht jedes Sozialdemokraten.

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Der Streit offenbart tiefe Gräben im Umgang mit dem wachsenden Einfluss der AfD. Während Midyatlı jede Zusammenarbeit ausschließt, setzt ihr Appell an eine verfassungsrechtliche Prüfung und ein Verbot einen konfrontativen Kurs. Die SPD steht nun unter internem Druck, ihre Haltung zur Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei klar zu definieren.

Quelle