Stefan Evers wird Berlins neuer Kulturstaatssekretär nach Wedl-Wilsons Rücktritt
Mariechen Grein GrothStefan Evers wird Berlins neuer Kulturstaatssekretär nach Wedl-Wilsons Rücktritt
Berlins Kulturstaatssekretär ist neu besetzt – Stefan Evers übernimmt nach Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson
Nach dem Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson letzte Woche ist die Position des Berliner Kulturstaatssekretärs nun neu vergeben. Die CDU-Spitze der Stadt entschied sich am Dienstagabend für Stefan Evers, der das Amt übernehmen wird. Er leitet künftig die Senatsverwaltung für Kultur, behält aber gleichzeitig sein bisheriges Ressort als Finanzsenator.
Die unabhängige Politikerin Sarah Wedl-Wilson war am Freitag zurückgetreten. Ihr Rückzug erfolgte, nachdem der Berliner Rechnungshof festgestellt hatte, dass sie unrechtmäßig Mittel für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus bewilligt hatte. Bis Dienstagnachmittag stand noch nicht fest, wer ihre Nachfolge antreten würde.
Am Dienstagabend trafen sich die CDU-Kreisvorsitzenden, um über einen Nachfolger zu entscheiden. Bürgermeister Kai Wegner, der auch den Berliner CDU-Landesverband führt, nahm an der Sitzung teil. Die Runde einigte sich einstimmig auf Stefan Evers für das Amt.
Der CDU-Politiker Thomas Heilmann war ebenfalls als Kandidat im Gespräch gewesen, wurde jedoch nicht ausgewählt. Evers wird beide Ämter bis zur Landtagswahl am 20. September 2023 führen. Er ist bereits in die Verhandlungen über den Berliner Kapitalfinanzierungsvertrag eingebunden, der auch Mittel für Kulturprojekte umfasst.
Mit der Doppelfunktion in Finanzen und Kultur besetzt Evers nun zwei Schlüsselfunktionen in der Berliner Regierung. Seine Ernennung sichert bis zur anstehenden Wahl Kontinuität in beiden Bereichen. Die Entscheidung fiel nach einem zügigen Verfahren, das durch Wedl-Wilsons überraschenden Rücktritt ausgelöst worden war.






