Stein senkt Grundsteuern 2025 – Entlastung für Eigentümer, aber Lücken im Haushalt
Cathrin BlümelStein senkt Grundsteuern 2025 – Entlastung für Eigentümer, aber Lücken im Haushalt
Die Stadt Stein in Bayern hat nach einem Beschluss des Stadtrats vom 30. September die Grundsteuern für das Jahr 2025 gesenkt. Bürgermeister Kurt Krömer hielt damit sein Versprechen, die Abgaben nicht über das Niveau des Vorjahres anzuheben. Die Änderungen führen zwar zu Mindereinnahmen von etwa 350.379 Euro, entlasten aber die lokalen Grundstückseigentümer.
Der Stadtrat stimmte für eine Senkung der Grundsteuer B von 765 auf 685 Prozent – ein Rückgang um 80 Steuermesspunkte. Auch die Grundsteuer A wurde nach unten korrigiert. Anders als andere Bundesländer hat Bayern keine Grundsteuer C für unbebaute, aber bebaubare Flächen eingeführt, was Steins finanziellen Spielraum zusätzlich einschränkt.
Das neue System berechnet die Steuern nun nach der Grundstücksfläche statt nach dem Marktwert. Die Bürger müssen nichts unternehmen – die Ermäßigungen werden automatisch berücksichtigt. Geänderte Steuerbescheide werden verschickt, und etwaige Überzahlungen werden mit der vierten Rate verrechnet, die am 15. November 2025 fällig ist.
Die Steuersenkungen bedeuten zwar geringere Belastungen für Hausbesitzer, führen aber zu spürbaren Einnahmeausfällen für die Stadt. Der Haushalt Steins muss nun die fehlenden 350.379 Euro ausgleichen. Die Änderungen treten sofort in Kraft und schlagen sich in der nächsten Zahlungsperiode nieder.






