Stella Plazibat gewinnt Prozess gegen Stadt Augsburg nach umstrittenem Abstieg
Mariechen Grein GrothStella Plazibat gewinnt Prozess gegen Stadt Augsburg nach umstrittenem Abstieg
Ein Arbeitsgericht hat zugunsten von Stella Plazibat entschieden, der ehemaligen Pressesprecherin der Stadt Augsburg. Die Stadt muss sie nun entweder in ihre ursprüngliche Position wieder einsetzen oder ihr eine gleichwertige Stelle anbieten. Ihre Degradierung im vergangenen Jahr wurde vom Gericht als unbegründet eingestuft.
Plazibat war 2023 zur persönlichen Sprecherin von Oberbürgermeisterin Eva Weber ernannt worden. Zuvor hatte sie als Nachrichtensprecherin und Hauptpressereferentin der Stadt gearbeitet. Später wurde sie jedoch in eine untergeordnete Position im Baureferat versetzt.
Das Gericht stellte fest, dass ihre Degradierung unter anderem mit ihrer Beziehung zu Raphael Brandmiller zusammenhing. Brandmiller, Mitglied der Oppositionsfraktion im Stadtrat, leitet die Lehmbau-Gruppe und ist Vizepräsident des FC Augsburg. Obwohl er die Stadtregierung kritisiert, gibt es keine Belege dafür, dass seine politische Haltung direkt Personalentscheidungen in der Pressestelle beeinflusst hat.
Plazibat focht ihre Versetzung gerichtlich an – und gewann. Das Urteil verpflichtet Augsburg, sie entweder in ihre frühere Position zurückzuversetzen oder eine neue, gleichwertige Stelle zu schaffen.
Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, das Urteil umzusetzen. Der Fall Plazibat unterstreicht den rechtlichen Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Dienst vor willkürlichen Degradierungen. Ihre künftige Rolle hängt davon ab, wie Augsburg das Urteil in die Praxis umsetzt.






