Streit um Atommüll: Hochangereichertes Uran soll von Garching nach Ahaus transportiert werden
Hermann KreuselProtestaktion gegen den Transport von Atommüll - Streit um Atommüll: Hochangereichertes Uran soll von Garching nach Ahaus transportiert werden
Deutschland hat trotz anhaltender Proteste den Transport von radioaktivem Abfall von Garching nach Ahaus genehmigt. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) gab grünes Licht für zwei Transporte mit abgebrannten Brennelementen, die hochangereichertes Uran enthalten. Umweltschützer warnen, das Material berge Sicherheitsrisiken und dürfe nicht zum Zwischenlager Ahaus gebracht werden.
Die bestrahlten Brennelemente stammen aus einem Forschungsreaktor in Garching bei München. Sie enthalten Uran, das potenziell für die Herstellung von Atomwaffen missbraucht werden könnte. Aktivisten kritisieren, die Anlage in Ahaus sei für solch gefährliches Material nicht sicher genug.
Da das Uran in Ahaus weder verarbeitet noch abgereichert werden kann, wird es dort bleiben, bis ein Endlager errichtet wird. Deutschland verfügt derzeit über kein Endlager für nuklearen Abfall und ist stattdessen auf 16 Zwischenlager angewiesen. Protestierende fordern stattdessen eine neue Anlage in Garching, um das Uran zu verdünnen und damit unschädlicher zu machen.
Der Transport ist für 2026 vorgesehen, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte. Das BASE betont, der Transport entspreche allen Sicherheitsvorschriften, doch Kritiker bestehen darauf, dass die Risiken die Vorteile überwiegen.
Die Entscheidung, das Uran nach Ahaus zu verbringen, hat eine Debatte über die Atommüll-Entsorgung in Deutschland ausgelöst. Ohne ein Endlager wird das Material auf absehbare Zeit in Zwischenlagern verbleiben. Aktivisten fordern weiterhin sicherere Lösungen – darunter auch eine Vor-Ort-Behandlung in Garching.






