"The smarter E" 2025: Rekordbesuch trotz sinkender Ausstellerzahlen und politischer Turbulenzen
Aysel Mitschke"The smarter E" 2025: Rekordbesuch trotz sinkender Ausstellerzahlen und politischer Turbulenzen
Die Fachmesse „The smarter E“ in München endete am 9. Mai 2025 nach vier Tagen, auf denen die neuesten Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energien präsentiert wurden. In diesem Jahr lockte die Veranstaltung rund 107.000 Besucher an, doch die Zahl der Aussteller sank im Vergleich zu 2024 um 9 Prozent. Branchenführer nutzten die Plattform, um neue Technologien vorzustellen und über die Zukunft der sauberen Energie zu diskutieren.
Zu den Highlights zählte die Vorstellung des HI-MO S10-Moduls von Longi Solar, das einen Wirkungsgrad von bis zu 25 Prozent erreicht. Das Unternehmen erhielt zudem den „The smarter E Award“ in der Kategorie Photovoltaik für sein Hi-MO X10-Modell. Unterdessen präsentierte CATL ein großformatiges Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von neun Megawattstunden.
Aiko stellte sein Navigator-Modul vor, das Betriebsdaten über Powerline-Kommunikation überträgt und so zusätzliche Verkabelung überflüssig macht. Auch politisch war die Messe ein Forum: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, dass erneuerbare Energien allein keine günstige und zuverlässige Stromversorgung für Deutschland garantieren könnten.
Markus Elsässer, CEO der Solar Promotion und Veranstalter der Messe, bezeichnete „The smarter E Europe“ als zentrales Vorbild für den Aufbau eines klimaneutralen Energiesystems. Doch die Fachmesse fand vor dem Hintergrund tiefgreifender Branchenveränderungen statt – darunter der Ausschluss von Huawei aus SolarPower Europe wegen laufender EU-Korruptionsermittlungen.
Die Zahl der Aussteller ging auf 2.737 zurück, nach einem höheren Wert im Vorjahr. Die Ausgabe 2025 der „The smarter E Europe“ spiegelte sowohl Innovationen als auch Herausforderungen der Erneuerbaren-Branche wider. Neue Solartechnologien und Speicherlösungen wurden präsentiert, während politische und wirtschaftliche Debatten die Diskussionen prägten. Der Rückgang der Ausstellerzahlen und der Ausschluss Huaweis markierten dabei deutliche Unterschiede zu den Vorjahren.






