31 May 2026, 06:23

Tim Raues harte Jugend: Von Berlins "36 Boys" zu einem Leben ohne Gewalt

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Tim Raues harte Jugend: Von Berlins "36 Boys" zu einem Leben ohne Gewalt

Tim Raue gehörte einst zu Berlins berüchtigter Straßenbande „36 Boys“. Mit 14 bis 16 Jahren suchte er dort nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Die Zeit hinterließ bei ihm sowohl körperliche als auch seelische Narben – manche trägt er bis heute.

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Die Aufnahme in die Bande verlangte eine brutale Initiation: einen dreiminütigen Kampf gegen zwei Mitglieder. Raue hielt nur wenige Sekunden durch, bevor er geschlagen wurde – eine Gesichtsverletzung, die er heute mit Stolz zeigt. Trotz der Schmerzen floh er nicht und bewies damit seinen Willen.

Schlägereien mit rivalisierenden Banden waren in Kreuzberg an der Tagesordnung. Die „36 Boys“ waren oft in der Unterzahl und sahen sich Gegnern gegenüber, die mit Baseballschlägern und anderen Waffen bewaffnet waren. Raue gibt zu, dass er einmal flüchten wollte, sich aber zwang, standzuhalten.

Seine Erlebnisse wurden später vom Journalisten Paul Christoph Gäbler in einem Buch über die Bande dokumentiert. Raue, der heute Gewalt ablehnt, versteht dennoch die Denkweise, die ihn einst antrieb. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit hatte ihn in eine Welt geführt, in der Stärke im Überleben gemessen wurde.

Raues Zeit bei den „36 Boys“ liegt lange zurück, doch die Lehren daraus sind geblieben. Die Narbe in seinem Gesicht erinnert ihn an seine damaligen Entscheidungen. Heute blickt er mit Klarheit auf diese Jahre zurück und erkennt, wie weit er seitdem gekommen ist.

Quelle