Vater und Tochter pfeifen gemeinsam – Emmas Weg zur Bundesliga-Schiedsrichterin
Aysel MitschkeTochter und Vater gemeinsam als Schiedsrichter auf dem Platz - Vater und Tochter pfeifen gemeinsam – Emmas Weg zur Bundesliga-Schiedsrichterin
Emma Sagasser, eine 20-jährige Fußballschiedsrichterin, teilt ihre Leidenschaft für das Schiedsrichterwesen mit ihrem Vater Rainer. Das Duo arbeitet oft gemeinsam auf dem Platz – ein seltenes Bild im bayerischen Fußball. Ihre enge Verbindung geht über die familiären Bande hinaus und zeigt sich in ihrer gemeinsamen Rolle im Spiel.
Emma bestand 2020 ihre Schiedsrichterprüfung und hat seitdem etwa 100 Spiele geleitet. Einer ihrer härtesten Momente war während eines Männerfußballspiels zwischen dem 1. FC Baiersdorf und dem 1. FC Kronach, als sie vier Gelbe Karten zeigte.
Frauen, die im Männerfußball pfeifen, sind nach wie vor eine Seltenheit, doch Emma ist entschlossen, sich durchzusetzen. Ihr Ziel ist klar: Eines Tages in der Frauen-Bundesliga als Schiedsrichterin zu arbeiten. Ihr Vater Rainer unterstützt ihre Karriere aktiv und steht ihr bei Spielen oft als Schiedsrichterassistent zur Seite.
Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) zählt derzeit 435 Schiedsrichterinnen – im Vergleich zu 10.830 männlichen Unparteiischen. Trotz dieses Ungleichgewichts wächst das Interesse am Schiedsrichterberuf. Im vergangenen Jahr bildete der BFV über 1.000 neue Schiedsrichter aus – die höchste Zahl seit sechs Jahren.
Emma bricht weiterhin Barrieren in einer von Männern dominierten Branche. Mit der Unterstützung ihres Vaters und ihrer eigenen Erfahrung rückt sie ihrem Bundesliga-Traum immer näher. Gleichzeitig deuten die steigenden Schiedsrichterzahlen des BFV auf mehr Chancen für Frauen im Fußballschiedsrichterwesen hin.






