30 March 2026, 12:28

VGN erhöht Fahrpreise 2026 um fast 3 Prozent – was sich für Pendler ändert

Eine belebte Stadtstraße mit mehreren Fahrzeugen, darunter ein Bus und ein Lieferwagen, gesäumt von Gebäuden, Schildern, Strommasten mit Drähten und Ampeln unter einem bewölkten Himmel.

VGN erhöht Fahrpreise 2026 um fast 3 Prozent – was sich für Pendler ändert

Fahrpreise im Nürnberger Verkehrsverbund steigen 2026 um fast 3 Prozent

Ab Januar 2026 werden die Tarife im Öffentlichen Nahverkehr der Region Nürnberg um knapp 3 Prozent angehoben. Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) bestätigte die Anpassung und begründete sie mit der angespannten finanziellen Lage der Verkehrsbetriebe. Betroffen sind sowohl klassische Tickets als auch das digitale egon-Tarifsystem, wobei einige Rabattstufen ausgeweitet werden, um Stammkunden zu entlasten.

Die durchschnittliche Preiserhöhung von 2,96 Prozent orientiert sich an einem Index, der die Entwicklung der Verkehrsbetriebskosten und der Haushaltseinkommen abbildet. Die Hälfte des Aufschlags spiegelt gestiegene Ausgaben der Unternehmen wider – etwa für Personal, Energie und Fahrzeugleasing. Die andere Hälfte berücksichtigt Veränderungen bei den Einkommen privater Haushalte.

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Beim egon-System gibt es zentrale Änderungen: Der Grundpreis für einen Tagesfahrschein steigt im äußeren Verbundgebiet auf 1,50 Euro und im Kernbereich der Stadt auf 3,00 Euro. Der Kilometertarif bleibt jedoch stabil bei 30 Cent. Auch die Rabattstufen verschieben sich: Fahrgäste erhalten nun 50 Prozent Ermäßigung, nachdem sie innerhalb von 31 Tagen 18 Euro ausgegeben haben, 75 Prozent Rabatt ab 50 Euro und fahren ab 70 Euro kostenlos.

Klassische Ticketverkäufe machen weiterhin ein Viertel der VGN-Einnahmen aus. Geförderte Angebote wie das 365-Euro-Jahresticket für Auszubildende oder das bundesweite Deutschlandticket sorgen jedoch für anhaltende Nachfrage. Die Finanzierung des Deutschlandtickets durch Bund und Länder bleibt allerdings bis 2030 unverändert – die Deckung der entstehenden Lücken obliegt damit den Verkehrsbetrieben und Kommunen. Ohne zusätzliche Mittel wird der Erhalt des aktuellen Servicelevel künftig stärker von Tarifanpassungen abhängen.

Bundesweit nutzen seit seinem Start vor zwei Jahren 13,5 Millionen Menschen das Deutschlandticket. Wie viele davon im Nürnberger Ballungsraum unterwegs sind, geht aus öffentlichen Berichten jedoch nicht hervor.

Die neuen Preise treten am 1. Januar 2026 in Kraft – mit höheren Grundtarifen, aber erleichterten Rabattbedingungen für Vielfahrer. Die Verkehrsbetriebe betonen, die Anpassungen seien notwendig, um die steigenden Kosten zu decken und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ohne weitere Förderung für Angebote wie das Deutschlandticket drohten in den kommenden Jahren jedoch zusätzliche finanzielle Belastungen.

Quelle