VW erwägt Milliarden-Deal: Verkauf der Dekarbonisierungs-Tochter Everllence steht zur Debatte
Mariechen Grein GrothVW erwägt Milliarden-Deal: Verkauf der Dekarbonisierungs-Tochter Everllence steht zur Debatte
Volkswagen prüft den Verkauf seiner Tochtergesellschaft für industrielle Dekarbonisierung, Everllence. Der Schritt könnte mehr als 5 Milliarden Euro einbringen und folgt einer kürzlichen Umstrukturierung des Geschäftsbereichs. Erste Hinweise auf einen möglichen Verkauf gab es bereits während der Internationalen Automobilwoche in München im vergangenen Monat.
Everllence wurde Anfang dieses Jahres gegründet, als VW das Unternehmen aus MAN Energy Solutions ausgliederte. Das Unternehmen spezialisiert sich auf großtechnische Wärmepumpen, CO₂-Abscheidetechnologien und weitere Lösungen zur Reduzierung industrieller Emissionen. Trotz einer schwierigen Vergangenheit verzeichnete Everllence kürzlich Rekordaufträge und vollzog damit eine deutliche Wende in der Geschäftsentwicklung.
Ein VW-Sprecher bestätigte, dass der Konzern nun strategische Optionen für die Tochtergesellschaft prüft. Mit der Abwicklung des Verkaufsprozesses wurden die beiden Großbanken Goldman Sachs und JPMorgan Chase beauftragt. Derzeit gelten Finanzinvestoren als die wahrscheinlichsten Käufer.
Der Verkauf von Everllence würde für Volkswagen einen bedeutenden strategischen Kurswechsel markieren, während sich der Konzern neu ausrichtet. Die Dekarbonisierungstechnologien des Unternehmens bleiben gefragt – insbesondere seine Wärmepumpen und CO₂-Abscheidesysteme spielen eine Schlüsselrolle für die Nachhaltigkeit in der Industrie. Sollte das Geschäft zustande kommen, wäre es einer der größten Deals in diesem Sektor in diesem Jahr.






