Windpark Veitsbronn seit 2016 in der finanziellen Krise – trotz laufendem Betrieb
Cathrin BlümelWindpark Veitsbronn seit 2016 in der finanziellen Krise – trotz laufendem Betrieb
Windpark bei Veitsbronn kämpft seit 2016 mit finanziellen und strukturellen Problemen
Seit 2016 ist ein Windpark in der Nähe von Veitsbronn mit zwei imposanten Windkraftanlagen in Betrieb. Betrieben wird die Anlage von der Windpark Veitsbronn Projekt ApS & Co. KG, einem Unternehmen mit Sitz in Babenhausen in Schwaben. Trotz leichter Verbesserungen, die ein aktueller Bericht feststellt, bleibt die finanzielle Lage des Windparks prekär.
Die Inbetriebnahme erfolgte 2016 noch unter einem Vorgänger von Amtsinhaber Marco Kistner. Die rechtliche Struktur des Projekts verbindet dänische und deutsche Elemente, was die Transparenz für externe Investoren erschweren kann. Von den lokalen Behörden wurde der Windpark nie als „bürgergetragene Windenergieanlage“ eingestuft.
Die Betreibergesellschaft verfügt derzeit über kein Eigenkapital – für die Jahre 2023 und 2024 wird jeweils ein Wert von null Euro ausgewiesen. Zudem beschäftigt das Unternehmen keine Mitarbeiter. Ein kürzlich veröffentlichtes Gutachten des Verbraucherschutzforums Berlin bescheinigt dem Windpark zwar eine leicht verbesserte, aber weiterhin schwache finanzielle Stabilität. Der nicht gedeckte Verlustanteil für die Kommanditisten beläuft sich demnach auf rund 51.700 Euro.
Seit der Errichtung des Windparks gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Betreiber und Gemeinde als schwierig. Zwar läuft der Betrieb weiter, doch die anhaltenden finanziellen und strukturellen Herausforderungen werfen Fragen nach der langfristigen Tragfähigkeit auf. Die fehlende Eigenkapitaldecke und die minimale Personalausstattung verstärken die Bedenken. Zudem bleibt die Transparenz aufgrund des komplexen rechtlichen Rahmens eingeschränkt.
