Amper Apotheke in Allershausen schließt nach elf Jahren wegen Personalmangels
Hermann KreuselAmper Apotheke in Allershausen schließt nach elf Jahren wegen Personalmangels
Amper Apotheke in Allershausen schließt Mitte Oktober nach elf Jahren
Nach elf Jahren Dienst an der Gemeinschaft wird die Amper Apotheke in Allershausen Mitte Oktober ihre Türen für immer schließen. Inhaberin Christine Skaric kündigte die Entscheidung bereits im August an und nannte den massiven Personalmangel als Hauptgrund. Die Nachricht hat in dem Ort Bestürzung und Trauer ausgelöst.
Die Apotheke war lange eine feste Institution in Allershausen, doch Skaric kämpfte zunehmend um ihren Erhalt. Innerhalb des letzten Jahres verlor sie vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sodass das verbleibende Team die Nachfrage nicht mehr bewältigen konnte. Trotz aller Bemühungen gelang es ihr nicht, die freien Stellen zu besetzen – ein Problem, das auf den flächendeckenden Fachkräftemangel im Apothekenbereich der Münchner Region zurückzuführen ist.
Zudem belasteten steigende Personalkosten die Gewinnmargen so stark, dass ein Weiterbetrieb unmöglich wurde. Skaric betonte, dass ihr ohne qualifiziertes Personal keine andere Wahl blieb, als die Apotheke zu schließen. Die Bayerische Landesapothekerkammer verzeichnet allein in der Region über 500 unbesetzte Stellen in Apotheken – ein deutliches Zeichen für das Ausmaß der Krise.
Die Kunden reagierten mit großer Trauer auf die Schließung; manche brachen sogar in Tränen aus. Skaric selbst wird dem Beruf jedoch nicht ganz den Rücken kehren: Nach der Schließung plant sie, als Angestellte in einer anderen Apotheke weiterzuarbeiten.
Das Ende der Amper Apotheke bedeutet für Allershausen das Aus einer Ära. Ohne ausreichend Personal war der Betrieb nicht mehr aufrechterhaltbar. Während Skaric ihre Karriere in einer neuen Apotheke fortsetzt, verliert der Ort damit ein langjähriges und geschätztes lokales Unternehmen.






