Chaos bei Gemeinsam-WIR: Verein steckt nach Skandal-Versammlung in der Vertrauenskrise
Cathrin BlümelChaos bei Gemeinsam-WIR: Verein steckt nach Skandal-Versammlung in der Vertrauenskrise
Der Füssener Verein Gemeinsam-WIR steckt nach einer chaotischen Jahreshauptversammlung in einer sich zuspitzenden Krise. Die Mitglieder lehnten einstimmig den Rechenschaftsbericht des früheren Vorsitzenden Alexander Mayerhofer ab, der tausende Euro an umstrittenen Ausgaben nicht plausibel erklären konnte. Die Gruppe, die sich aus rund 50 lokalen Händlern und Unternehmern zusammensetzt, befindet sich nun in Aufruhr.
Die Spannungen entluden sich auf der letzten Versammlung, als Mayerhofer für zahlreiche Ausgaben weder Belege noch Unterlagen vorweisen konnte. Zwei unabhängige Quellen bestätigten später, dass Nachweise für diese Posten – die sich auf einen fünfstelligen Betrag summieren – fehlten. Die mangelnde Transparenz veranlasste die Mitglieder, ihm die Entlastung zu verweigern – ein seltenes Zeichen kollektiven Protests.
Die Versammlung selbst artete in Tumulte aus, mit hitzigen Wortgefechten und ohne klare Lösung. Zwar belasten externe Faktoren wie Kürzungen bei Fördergeldern und steuerliche Vorschriften deutsche Vereine häufig, doch in diesem Fall steht interne Finanzmisswirtschaft im Mittelpunkt. Bisher liegen keine weiteren Details zum allgemeinen finanziellen oder organisatorischen Zustand des Vereins vor.
Angesichts der massiven Kritik an Mayerhofers Führung muss Gemeinsam-WIR nun sowohl die fehlenden Gelder aufklären als auch das verlorene Vertrauen wiederherstellen. Die einstimmige Ablehnung seiner finanziellen Rechenschaft markiert einen Wendepunkt für die Gruppe. Wie der Verein weiter vorgehen wird – ob durch interne Reformen oder externe Unterstützung – bleibt abzuwarten.






