Dominik Krause: Münchens neuer Oberbürgermeister mit klarem Wohnungsbau-Fokus
Cathrin BlümelDominik Krause: Münchens neuer Oberbürgermeister mit klarem Wohnungsbau-Fokus
Dominik Krause ist im März 2023 nach einem erfolgreichen Stichwahlsieg Münchens neuer Oberbürgermeister geworden. Der 35-jährige Politiker der Grünen setzte sich mit einer deutlichen Mehrheit gegen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter durch. Im Wahlkampf hatte er sich vor allem auf die Themen Wohnungsbau und einen frischen Führungsstil für die Stadt konzentriert.
Krause sicherte sich seinen Sieg mit 56,4 Prozent der Stimmen in der zweiten Runde, nachdem er bereits im ersten Wahlgang stark abgeschnitten hatte. Sein zentrales Versprechen: 50.000 bezahlbare Wohnungen für München. Anders als sein Vorgänger verzichtet er seit Amtsantritt auf öffentliche Kritik an Reiter.
Er ist nicht Münchens jüngster Oberbürgermeister – Hans-Jochen Vogel war bei seiner Wahl 1960 erst 34 Jahre alt. Doch Krause verkörpert einen modernen Typus: offen schwul, setzt er sich spielerisch mit dem Spitznamen "BürGAYmeister" in Szene, den er im Wahlkampf prägte.
Bekannt für seine direkten Aussagen, bezeichnete er das Oktoberfest einst als "größte Freiluft-Drogenparty der Welt", als er noch stellvertretender Bürgermeister war. Trotzdem wird er in diesem Jahr an der Seite von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Eröffnung des Volksfests bestreiten.
Privat ist Krause ein begeisterter Wanderer und Skifahrer. Die Osterfeiertage will er zum Abschalten in Südtirol verbringen, bevor er sich ganz seiner neuen Rolle widmet.
Krauses Wahl markiert einen Wandel in Münchens Stadtspitze – mit dem Wohnungsbau ganz oben auf seiner Agenda. Seine Amtszeit begann erst vor wenigen Tagen, wie sich die Zusammenarbeit mit der Landesregierung gestalten wird, bleibt abzuwarten. Die Stadt beobachtet gespannt, wie er sich den kommenden Herausforderungen stellen wird.






