Schmotziger Montag: Wie der Südwesten mit eisigen Temperaturen Fasching feiert
Faschingssturm trifft Rottweil - wild, bunt und unerschütterlich - Schmotziger Montag: Wie der Südwesten mit eisigen Temperaturen Fasching feiert
Tausende Feiernde trotzten eisigen Temperaturen, um den Schmotzigen Montag in Südwestdeutschland zu überlingen. Die vorösterlichen Festlichkeiten der Region verbanden uralte Bräuche mit lebhaften Umzügen, bei denen maskierte Gestalten, kostümierte Gruppen und waghalsige Darbietungen im Mittelpunkt standen. Ein Höhepunkt war der Narrensprung in Rottweil, bei dem Reiter und Blasorchester in einem Spektakel, das auf jahrhundertealte Traditionen zurückgeht, die Straßen füllten.
Der schwäbisch-alemannische Fasnet oder Fastnacht, wie die Faschingbräuche vor Ort genannt werden, hat seinen Ursprung in vorchristlichen Frühlingsriten. Anders als der später entstandene rheinische Karneval, der sich um 1700 unter venezianischem Einfluss entwickelte, überdauerte diese Tradition das Mittelalter. Eine Wiederbelebung im späten 19. Jahrhundert brachte handgeschnitzte Holzmasken, Hexenkostüme und gespenstische Figuren zurück – viele davon werden seit Generationen weitergegeben.
In Rottweil stand der Narrensprung im Rampenlicht, als maskierte Reiter durch das Schwarze Tor zogen. Einige zeigten mutige Stabsprünge mit langen Holzstangen – ein Brauch, der einzigartig für die Stadt ist. Die Kostüme spiegelten oft lokale Mythen, Geschichte oder Fabelwesen wider und wurden von aufwendig gestalteten Masken begleitet.
Später traten in Schramberg Dutzende Gruppen in ausgefallenen Verkleidungen zu einem Wettkampf in geschmückten Holzbütten auf dem Fluss Schiltach an. Die Veranstaltung zeigte die verspieltere Seite der Feiern und bildete einen Kontrast zu den düstereren, ritualhafteren Elementen anderswo. Gleichzeitig fanden sich in einigen Gebieten auch Spuren des rheinischen Karnevals, etwa mit Tanzgruppen sowie verkleideten Prinzenpaaren, die sich den Umzügen anschlossen.
Die regionalen Unterschiede waren deutlich: Während in alemannischen Gebieten gruselige Holzmasken und rustikale Hexenkostüme dominierten, setzten rheinische Feiern auf bunte, humorvolle Verkleidungen und organisierte Umzüge. Der Beginn der Festlichkeiten variierte ebenfalls: In ländlichen Gebieten startete die Fasching am Schmutzigen Donnerstag mit wilden, unorganisierten Läufen, während rheinische Städte mit Weiberfastnacht und der Erstürmung der Rathäuser in die Session einstiegen.
Trotz der Kälte lockten die Feiern zahlreiche Besucher an und verbanden uralte Rituale mit Gemeinschaftsgeist. Vom Narrensprung in Rottweil bis zu den Flussrennen in Schramberg unterstrich jede Veranstaltung die tief verwurzelten Traditionen der Region. Die Festlichkeiten dauern bis Aschermittwoch an und beenden damit die vorösterliche Zeit.
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