Söder verteidigt erweiterte Mütterrente: "Lebenswerk verdient Respekt"

Aysel Mitschke
Aysel Mitschke
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Alte Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund.Aysel Mitschke

Söder verteidigt erweiterte Mütterrente: "Lebenswerk verdient Respekt"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die ausgeweitete "Mütterrente" gegen Kritik verteidigt. Bei einer Parteiveranstaltung wies er Einwände als realitätsfremd zurück – insbesondere von gutverdienenden Kommentatoren. Die Reform, die 2027 in Kraft treten soll, erhöht die Renten für Millionen Frauen, die vor Jahrzehnten Kinder großgezogen haben.

Die neue Mütterrente III anerkennt künftig 36 statt bisher 30 Monate Kindererziehung pro Kind. Damit erhalten Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, etwa ein halbes Jahr zusätzliche Rentenanrechnung. Rund 10 Millionen Frauen in ganz Deutschland profitieren von der automatischen Anpassung – die Auszahlungen sollen voraussichtlich 2028 beginnen.

Söder betonte, die Reform würdige die Lebensleistung von Frauen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren Familien versorgt hätten. Viele – besonders im ländlichen Bayern – hätten kaum Betreuungsmöglichkeiten oder Berufschancen gehabt. Ihre Entbehrungen bezeichnete er als ein "Lebenswerk", das Respekt verdiene.

Der CSU-Vorsitzende kritisierte scharf die Angriffe auf die Pläne und nannte die Äußerungen einiger Gegner arrogant. Besonders nahm er wohlhabende Kritiker – etwa aus dem Fernsehbusiness – ins Visier, die seiner Meinung nach die Nöte dieser Frauen nicht nachvollziehen könnten. Einige von ihnen, so Söder, müssten heute sogar auf Grundlegendes verzichten, um ihre Enkel zu unterstützen.

Söder verband die Debatte mit grundsätzlichen Fragen der Gerechtigkeit im Sozialsystem. Er monierte, dass Neuankömmlinge in Stadtteilen oft Leistungen erhielten, ohne jemals in die Sozialversicherung eingezahlt zu haben. Die aktuelle Situation sei auf Dauer nicht tragbar und müsse sich ändern.

Die erweiterte Mütterrente gilt bundesweit – unabhängig vom Wohnort der Berechtigten. Sie ist das Ergebnis jahrelanger Forderungen, die Leistungen früherer Muttergenerationen stärker anzuerkennen. Die Regierung erwartet, dass die Reform ab 2028 vielen älteren Frauen die finanzielle Situation erleichtern wird.

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