Stellenabbau in Bayerns Metallbranche eskaliert – Gewerkschaften schlagen Alarm

Mariechen Grein Groth
Mariechen Grein Groth
2 Min.
Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine Maschine bedienen, umgeben von Metallstangen und -rohren, mit der Aufschrift "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.Mariechen Grein Groth

IG Metall-Umfrage: Über 30.000 Jobs drohen zu entfallen - Stellenabbau in Bayerns Metallbranche eskaliert – Gewerkschaften schlagen Alarm

Stellenabbau breitet sich in Bayerns Metall- und Elektroindustrie aus – Gewerkschaften warnen vor tieferer Wirtschaftskrise

Horst Ott, Landesbezirkleiter der IG Metall in Bayern, fordert dringende Maßnahmen zum Schutz von Arbeitsplätzen und zur Stärkung des Wachstums. Sein Vorschlag: Vermögendere sollten höhere Steuern zahlen, statt Renten oder Arbeitnehmerleistungen zu kürzen.

Eine aktuelle Umfrage der Gewerkschaft zeigt, dass in Bayerns Metall- und Elektrobranche rund 32.000 Stellen gestrichen werden – doch nur 3.000 neue Jobs entstehen im Gegenzug. Die Lage könnte noch dramatischer sein, da Daten zu Leiharbeitnehmern und einigen Unternehmen fehlen.

Im vergangenen Jahr sank die Beschäftigung in diesen Branchen um 2,8 %. Auch die IG Metall verlor in Bayern fast ebensoviele Mitglieder, konnte aber immerhin 19.205 Neuzugänge verzeichnen. Aktuell zählt die Gewerkschaft 351.996 Mitglieder.

Ott kritisiert Arbeitgeber und konservative Politiker für eine "empörende Debatte", die Arbeitnehmern die Schuld an den wirtschaftlichen Problemen gibt. Er weist Vorwürfe zurück, wonach Beschäftigte faul seien oder das Sozialsystem zu großzügig. Stattdessen benennt er strukturelle Schwächen: zu starke Abhängigkeit von China, schwache heimische Produktion, verzögerte Investitionen und ein ungerechtes Steuersystem.

Derzeit bauen 41 % der befragten Unternehmen Stellen ab, weitere 9 % könnten folgen. Besonders betroffen sind die Automobilindustrie und Zulieferer. Ott bleibt dennoch optimistisch: Bayern habe in der Vergangenheit höhere Arbeitslosigkeit bewältigt und könne die Wende schaffen – wenn die richtigen Weichen gestellt werden.

Er drängt auf ein gemeinsames Vorgehen von Landesregierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Die Finanzierung von Hilfsmaßnahmen solle über eine gerechtere Besteuerung von Vermögen erfolgen, nicht durch Kürzungen bei Renten oder Arbeitnehmerleistungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Vorschläge Gehör finden – oder ob der Stellenabbau weiter zunimmt.

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